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Welche Produktionsstandards gelten für medizinische Silikonprodukte?

2026-08-19
Latest company news about Welche Produktionsstandards gelten für medizinische Silikonprodukte?

1. Kriterien für die Auswahl von Rohstoffen
Die Rohstoffe für medizinische Silikonprodukte müssen die Anforderungen an die Biosicherheit erfüllen und international anerkannte Biokompatibilitätstests bestehen, wie z. B. die ISO 10993-Reihe von Normen. Die Rohstoffe müssen hochreines medizinisches Silikon sein und dürfen keine schädlichen Substanzen enthalten. Gleichzeitig müssen die Rohstoffe stabile chemische Eigenschaften aufweisen und dürfen sich bei Kontakt mit menschlichem Gewebe, Blut oder Körperflüssigkeiten nicht zersetzen, keine schädlichen Substanzen freisetzen oder unerwünschte Reaktionen wie Allergien und Entzündungen hervorrufen. Beispielsweise müssen Silikonrohstoffe, die für die Beschichtung von Herzschrittmachern verwendet werden, strengen Hämolyse- und Zytotoxizitätstests unterzogen werden, um sicherzustellen, dass sie keine zerstörerische Wirkung auf Blutbestandteile haben.
2. Standards für die Produktionsumgebung
Die Herstellung von medizinischen Silikonprodukten muss in einer Reinraumwerkstatt erfolgen, und die Reinheitsklasse wird entsprechend der Risikoklasse des Produkts eingestuft. Die Produktionsumgebung für Medizinprodukte der Klasse III (z. B. implantierbare Silikonprodukte) muss ISO-Klasse 8 erfüllen (d. h. die Anzahl der Partikel ≥ 0,5 μm pro Kubikmeter Luft ≤ 352000) und mit hocheffizienten Partikelfiltern (HEPA) ausgestattet sein, um extrem niedrige Staub- und Mikroorganismenwerte in der Luft zu gewährleisten. Die Werkstatt muss ein vollständig geschlossenes Design aufweisen, und das Personal, das eintritt, muss Prozesse wie Kleiderwechsel, Desinfektion und Luftdusche durchlaufen, um die Einschleppung von Verunreinigungen zu vermeiden. Produktionsanlagen müssen regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden, und Werkzeuge, die mit dem Produkt in Berührung kommen, sollten aus korrosionsbeständigen und leicht zu reinigenden Materialien wie Edelstahl bestehen und einer Hochtemperatursterilisationsbehandlung unterzogen werden (z. B. 121 ℃ Hochdruckdampfsterilisation für 30 Minuten).
3. Standards für den Produktionsprozess
(1) Steuerung des Formgebungsprozesses
Formgebungsverfahren wie Kompressionsformen, Extrusion, Spritzgießen usw. erfordern eine strenge Parameterkontrolle. Am Beispiel des Kompressionsformens muss die Temperatur präzise bei 160-180 ℃ gesteuert werden, der Druck sollte bei 10-20 MPa gehalten werden, und die Vulkanisationszeit sollte entsprechend der Dicke des Produkts angepasst werden (normalerweise 2-10 Minuten), um sicherzustellen, dass das Silikon vollständig vulkanisiert ist und eine Verringerung der mechanischen Eigenschaften des Produkts oder die Rückstände schädlicher Substanzen aufgrund unzureichender Vulkanisation vermieden werden. Der extrudierte medizinische Katheter muss eine Durchmesserabweichung von ≤± 0,1 mm, eine glatte Oberfläche ohne Grate und die Vermeidung von Kratzern am menschlichen Gewebe gewährleisten.
(2) Prozess der sauberen Produktion
Während des Produktionsprozesses sollte der Kontakt des Produkts mit unreinen Oberflächen vermieden und automatisierte Produktionslinien eingesetzt werden, um manuelle Eingriffe zu reduzieren. Beispielsweise ist bei der Herstellung von medizinischen Silikonhandschuhen der gesamte Prozess von der Rohmaterialeinspritzung bis zum Entformen des Fertigprodukts automatisiert, und jeder Schritt wird in einer sterilen Umgebung durchgeführt. Darüber hinaus müssen Umgebungsparameter (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Druckdifferenz usw.) während des Produktionsprozesses in Echtzeit überwacht und aufgezeichnet und archiviert werden, um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.
4. Prüf- und Zertifizierungsstandards
(1) Prüfgegenstände im Werk
Jede Charge von medizinischen Silikonprodukten muss einer Sichtprüfung (keine Blasen, Risse, Verunreinigungen), einer Prüfung der Maßgenauigkeit (z. B. Abweichung des Innendurchmessers und der Wandstärke des Katheters gemäß den Konstruktionsanforderungen) und einer Prüfung der mechanischen Eigenschaften (Zugfestigkeit ≥ 7 MPa, Reißfestigkeit ≥ 20 kN/m) unterzogen werden. Gleichzeitig sind eine Sterilitätsprüfung (mittels Membranfiltration, um keine lebensfähigen Bakterien zu gewährleisten) und eine Pyrogenprüfung (Kaninchenmethode oder Limulus-Amöbozyten-Lysat-Methode, um Fieberreaktionen zu vermeiden) erforderlich.
(2) Anforderungen an die Branchenzertifizierung
Medizinische Silikonprodukte müssen von der National Medical Products Administration (NMPA) zertifiziert werden, und Produkte der Klasse III mit hohem Risiko müssen auch klinische Studien bestehen. Exportprodukte müssen den Standards des Zielmarktes entsprechen, wie z. B. der FDA-Zertifizierung in den Vereinigten Staaten und der CE-Zertifizierung in der Europäischen Union. Detaillierte Produktionsprozessdokumente, Prüfberichte und Biokompatibilitätsdaten müssen eingereicht werden, um die Sicherheit und Wirksamkeit des Produkts nachzuweisen.